Freitag, 1. Juli 2016

Die Süße klärt auf....

Gestern holte ich die Süße - wie üblich - von der Schule ab.


Ein Klassenkamerad ist letzten November großer Bruder geworden und die Mama hatte die kleine, sehr süße Schwester auf dem Arm.


Die Kinder unterhielten sich über "eigene" Kinder.


Eine Klassenkameradin der Süßen meinte: "Ich will auch mal Kinder, aber nur Mädchen."
(Das Mädchen hat zwei ziemlich
anstrengende Brüder und ist
wohl gebrandtmakt ;-))


Lady Crooks: "Das hast du nicht in der Hand, Hanna."


Die Süße: "Doch, Du musst dich nur künstlich befruchten lassen, dann kannst du dir auch aussuchen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird."


Ich frage mich wo sie das her hat......

Dienstag, 28. Juni 2016

Kein gutes Jahr...

Nach zahlreichen großartigen Künstlern sind jetzt zwei weitere gestorben.





und 




RIP!


Tja und dann noch der Brexit.

Damit hätte ich nie gerechnet.

Ich habe wirklich gedacht, dass die Volksbefragung ein anderes Ergebnis ergibt.

Als nächstes fliegt England (das Mutterland des Fußballs!!!) auch noch gegen die Fußballzwerge Island aus der EM.
Nicht, dass mich Fußball interessiert, aber das scheint mir doch irgenwie ein böses Omen zu sein:

Bricht jetzt das Vereinigte Königreich auseinander?

Werden sich Schottland und Nordirland abspalten?

Was passiert dann mit dem British Commonwealth?

Stirbt die Queen?

Wer wird dann ihr Nachfolger oder gibt es dann gar keinen Nachfolger mehr?
Wird die britische Monarchie abgeschafft?

Fragen über Fragen....

Dabei bin ich doch ein großer Fan der britischen Monarchie!

Bei denen gibt es wenigstens noch etwas Lametta!

Ich frag mich, was uns dieses Jahr noch für böse Überraschungen übrig hat....





Mittwoch, 22. Juni 2016

Fundstück

Leider, leider komme ich ja momentan nicht zum bloggen, aber dieses Fundstück will ich euch nicht vorenthalten.

Faszinierend was mit Fotoshop alles machbar ist wenn man das Tool beherrscht:




Donnerstag, 9. Juni 2016

Lebenszeichen

Ja, ich lebe noch.




Viel zu tun zur Zeit.


Seit mein Chef gekündigt hat und ich eine neue Chefin habe, habe ich ENDLICH auch Aufgaben die Spaß machen. Aber es ist auch viel Arbeit.
Egal, wenn es Spaß macht.
Besser als herum sitzen und warten bis der Tag rum ist.


Ferien hatte die SÜße zwischenzeitlich auch.
Reiten waren wir.


Ich sehe die Süße ja selten reiten, weil meine Ma sie immer zum reiten bringt, weil ich an dem Tag länger arbeite.


Respekt.


Die Süße hat die Pferde richtig gut im Griff.


So gut, dass der Reitlehrer auf dem Ferienreiterhof fragte, ob es möglich sei, dass die Süße ein Pony zureitet.


Mal sehen.
Es ist nicht all zu weit weg. Da kann man mal hinfahren.


Stolz ist die Süße!
Zurecht!
Und ich bin auch stolz.


Tja und das war es auch schon wieder!


Donnerstag, 12. Mai 2016

Taxi

Oma: "Hallo Lady, kannst du morgen vielleicht den Hund nehmen? Ich habe einen Termin und will ihn nicht so lange alleine zuhause lassen."


Lady: "Ja, klar, ich hole halt die Süße von der Schule und dann fahren wir heim. Ein Freund kommt vorbei und baut mir endlich meine Hollywoodschaukel auf."


Oma: "Ja prima, holst du die Leni dann vorher ab?"


Lady: "Wann vorher?"


Oma: "Ja, wenn du die Süße geholt hast, bevor du heim fährst."


Lady: "Nein, das geht nicht. Ich muss sofort heim, weil doch mein Bekannter kommt und mir die Schaukel aufbaut. Du musst mir den Hund bringen."


Oma: "Ich muss dann aber gleich weg."


Lady: "Dann fahr doch etwas früher los und bring doch die Leni, wenn du auf dem Weg dorthin bist."


Oma: "Ja, aber das ist doch ein Umweg. Ich muss in eine andere Richtung."


Lady: "Wenn ich den Hund bei dir hole fahre ich den Umweg und ich will pünktlich zuhause sein, ich kann ja schlecht jemanden warten lassen der mir einen Gefallen tut."


Oma: "Kannst du dem nicht sagen, dass er etwas später kommen soll?"


Lady: "Nein, kann und will ich nicht. Ich bin ja auch nicht das Taxi von allen. Ich hole und bringe die Süße auch immer zu dir, ich finde du kannst mir den Hund auch bringen, wenn du eine Betreuung für ihn brauchst."

Menno! Ich bin doch nicht das Taxi für alle!!!

Mittwoch, 11. Mai 2016

Ich Depp, ich Depp, ich depperter Depp ich

Dienstag 10.05.2016 16:10 h:


Rechner aus, schönen Feierabendwunsch an die Kollegin.


Schlüsselbund aus der Handtasche holen...


Oh!
Moment!
Wo ist denn der Schlüssel?
In der Jackentasche vielleicht?
Nein.
Hosentasche?
Auch nicht...


Doch in der Handtasche?
Tasche ausschütten...
Aber nein!
Kein Schlüssel....


Unterm Schreibtisch?
In der Schreibtischschublade?
Auf dem Fensterbrett?
Im Büroregal?
Unterm Rollcontainer?
Im Blumentopf?
Bei der Kollegin in der Handtasche?


Nein, nein, nein....
Nirgends!


Hm, also noch mal die eigene Handtasche auspacken.
Nichts...


Hm? Wo war die Lady heute denn überall?
In der Kantine! Eine Frühstückssemmel holen!
Nein, kein Schlüssel in der Kantine...


Hm, wo war sie denn noch, die Lady?
Ah! Ja! klar!
Mit dem Kollegen auswärts beim Mittagessen.
Also im Auto des Kollegen?
Ja, genau! Da muss er sein!
Aber nein, kein Schlüssel...


Dann vielleicht im Lokal?
"Nein, wir haben keinen Schlüssel gefunden...."


Da kommt die Reinigungskraft der mittlerweile leicht verzweifelten Lady entgegen.
Ah!
Ist der vielleicht versehentlich im Müll gelandet?
Mülltüten begutachten und ausgelehren....
Nein, auch kein Schlüssel im Müll...


Hm!!!!


Flur hoch und runter laufen und in alle Ecken schauen.
Der Geschäftsführer kommt des Weges.
"Suchst du was?"
"Ja, meinen Schlüssel."
"Warte ich frag mal meine Assistentin, ob was bei ihr abgegeben wurde" sprach er und zückte das Handy...
"Nein, bei ihr nicht, aber sie fragt mal ihre Kollegin von der Schwesterfirma, in deren Gebäude die Kantine ist."
Ein paar Sekunden verstreichen und das Handy klingelt.
"Nein, der Schlüssel ist auch nicht bei der Kollegin abgegeben worden.Ich muss jetzt aber weiter, bin schon zu spät zu meinem Termin"


Also dann doch nochmal die Handtasche ausräumen...
Nein, da ist er immer noch nicht rein gewandert...
der Schlüssel....
der damische!!!!


Hm!!!!!?????


Kaffeeküche,
Kühlschrank,
Toilette,
Flur,
Nachbarzimmer,
unterm eigenen Auto,
unter anderen Autos,
beim Kollegen in der Schublade,
Jackentasche,
Treppenhaus (in dem die Lady gar nicht war),
doch auf dem Parkplatz?
in der Schokoladendose,
hinter der Heizung,
in der Verpackung der Kaffeemaschine,
hinterm Regal,
in der Pflanze,
in der Laptoptasche, die seit zwei Jahren ungebraucht im Schrank liegt,


Nichts, nichts, nichts...


Verzweiflung!


Wo ist der Schlüssel!
Die Oma war mittlerweile schon unterwegs um die Süße von der Schule und die Lady von der Arbeit abzuholen.


Also nochmals in die Kantine.
Aber, der Schlüssel ist immer noch nicht dort....


Weder auf dem Weg dorthin, noch auf irgendwelchen Tabletts oder zwischen den Kaffeeautomaten.
Unter keinem Stein unter keinem Strauch!
Nicht, nada, niente!


Dienstag 10.05.2016 17:05 h:
Zurück ins eigenen Büro.
Verzweiflung macht sich breit.
An dem Schlüsselbund hängt alles.


Der Autoschlüssel,
der Hausschlüssel,
Omas Schlüssel,
das Filzherz, das die Süße zum Muttertag geschenkt hat


Die Lady lässt sich ihren Stuhl sinken und stöbert zum gefühlt 1000. mal in der Handtasche...


Hm?


Komisch?
Was ist das für eine Innentasche in der Handtasche?
Die Lady hatte keine Ahnung, dass es diese gibt.
Ist ja auch ein Täschchen, ein winzig Täschchen...
Moment!


Was ist das!!!


Da ist doch was drin?


Da ist doch der Schlüssel!!!


ICH BRECH ZSAMMN!!!!!

Dienstag, 3. Mai 2016

Wenn der Flieder wieder blüht

Gestern abend, als ich nach Hause kam, sah ich in der nähe meines Hauses zwei Männer sitzen.
Ich kenne die beiden.
Sie wohnen irgendwo in der Nähe.
Ich sehe sie öfters in der Gegend herum laufen. Unangenehme Typen.
Irgendwas zwischen 50 und 60.
Ziemlich ungepflegt aber immer laut.
Jeder der beiden hatte einen wunderschönen Strauß Flieder neben sich liegen.


Irgendwie kam mir das verdächtig vor.


Der Flieder hatte exakt die Farbe meines Flieders im Vorgarten.


Da ich aber nicht ohne bestätigten Verdacht Menschen verurteile schaute ich mir erst meinen Flieder an.
Ich sah schon von weiten, dass er weniger üppig war als morgens und etwas gerupft aussah.
Ich ging trotzdem hin um ihn genau zu betrachten.
Innerhalb des Bruchteils einer Sekunde fand ich etliche frisch abgerissenen Zweige.


Ich schäumte vor Wut und ging auf diese Subjekte zu:


"Wo haben sie denn den Flieder her?"


"Ja, schöne Flieder, gell?"


"Wo haben sie diesen Flieder her?"


"Wie meinen? Was das Problem."


"Ich frage sie zum letzten mal, woher haben sie diesen Flieder?"


"Warum?"


"Haben sie den Flieder von dort aus dem Vorgarten?"


"Ist das ihr Haus?"


"Ja, das ist mein Haus und ich habe soeben festgestellt, dass jemand meinen Flieder geklaut hat und dieser Flieder hier hat genau die Farbe meines Flieders."


"Sie doch sowieso ausziehen."


"Wie kommen Sie darauf, dass ich ausziehe und selbst wenn es so wäre, können sie nicht einfach Flieder aus anderer Leute Garten abreißen. Das ruiniert den Baum."


"Da steht Halteverbotszeichen, wegen Möbelwagen."


"Das sind die Nachbarn, aber das ist auch irrelevant. Wie kommen Sie dazu Flieder aus meinem Garten abzureißen? Das ist Diebstahl. Ich hole jetzt gleich die Polizei."


"Ich bezahlen. Was sie wollen?"


"Ich will, dass sie mich nicht bestehlen. Erstens mal hilft es mir nichts, wenn sie den Flieder bezahlen, weil mein Flieder dann weiterhin gerupft aussieht und zweitens, macht kann durch sowas mein Flieder kaputt gehen. Wenn der Flieder jetzt eingeht, dann zahlen Sie den Baum. So schaut es aus."


"Was sie wollen? 10 €?"


"Ich will eigentlich gar nichts. Ich will, dass sie mich nicht beklauen."


"Ich zahlen, ich ihnen geben 10 €?"


 10 Euro wären für einen Strauß dieser
Größe sowieso ein lächerlicher Preis gewesen.


"Das bringt mir nichts, wenn sie mir jetzt 10 Euro geben, weil ich sie erwischt habe. Ich will, dass sie das nicht tun. Das ist eine Unverschämtheit. Das tut man nicht."


"Ja, das stimmt."


"Warum tun sie das dann?"


"Ich nicht wissen. Flieder halt so schön."


"Sie meinen er war schön. Jetzt ist er zerrupft."


Da ich eh nichts ausrichten konnte ging ich irgendwann wieder wutentbrannt.


Ich weiß gar nicht, ob man wegen eines solchen Bagatelldiebstahls überhaupt die Polizei rufen darf.


Es wird ja immer besser.
Jetzt wird einem auch schon der Flieder aus dem Vorgarten geklaut.

Montag, 2. Mai 2016

Ein ganz normaler Morgen im Leben der Lady


Die Süße findet langsam ihren Stil.


Früher mussten es Kleidchen sein.
Vorzugsweise in pink und möglichst weit rausdrehend.
Mittlerweile sind Röcke und Kleider nicht mehr en vogue.




Sie schaute kürzlich: "Du bist Style".

4 Jugendliche (2 Mädchen, 2 Jungs) bekommen
von "Experten" Hilfe, wie sie mit den Klamotten
aus ihrem Kleiderschrank gute styles zusammen-
stellen kann.




Ich bin ja nur froh, dass die Kinder Schulkleidung tragen.
 Sonst wäre das morgens noch ein größeres Dilemma.


Aber zurück zum Thema.
Die Süße hat gewisse Ansprüche an ihre Kleidung.
In der Schule trägt sie ja GsD Schulkleidung. Genauer gesagt, das Oberteil ist vorgeschrieben, der Rest bleibt den Kindern überlassen.
Das erleichtert die Sache ein wenig, wenn auch nicht ganz.




Also:
Die Hose muss möglichst eng und möglichst dunkel sein.
Beim T-Shirt wird meist das dunkelblaue Schulshirt gewählt (als Alternative gäbe es rot).


Um den Hals muss ein Schal oder alternativ eine Kette.


Bei den Schuhen gibt es die Auswahl zwischen niedrigen und knöchelhohe Sneakers, "Sommerstiefeletten", Ballerinas und Flipflops (für die beiden zuletzt genannten, war allerdings bisher nicht das geeigneteWetter).


Letzte Woche waren Locken der gewünschte Style.




Das bedeutet, dass wir morgens auch noch die Haare locken müssen und das kostet doch soooo viel Zeit, die wir ja eigentlich nicht haben.




Unser Morgen läuft also so ab.


Die Mama, also ich - die Lady - wacht momentan sowieso automatisch ziemlich genau um 06.20 h auf
(Was ein Fortschritt ist, denn eine Zeit lang,
war sie immer zwischen 02.00 h und
05.00 h wach und dann todmüde,
wenn es ans aufstehen ging).


Kurz unter die Dusche, einen schnellen Kaffee, dann ist auch schon 06.40 h, der Wecker klingelt und das Kind wacht auf.
In Anbetracht der Tatsache, dass man Locken will, gibt es derzeit kein allmorgentliches Geknatsche (sonst dürfte Madam nämlich auch "Du bist Style" nicht mehr anschauen, wenn sie nicht mehr aus der Kiste kommt) und die junge Dame kommt sofort aus dem Quark.
Während die junge Dame sich anzieht, hat die Lady kurz Zeit sich Klamotten auszusuchen und rein zu hüpfe und die Zähne zu putzen bevor die Süße wieder auf der Platte steht:
"Mama, machst Du mir  Locken?"


Das dauert ca 10 - 15 wertvolle Minuten.
Wenn die Haare sich dann endlich zur Zufriedenheit der Süßen locken, werden die Zähne geputzt und die Frau Mama, darf sich selbst etwas aufhübschen.
Die Süße belegt natürlich den vorderen Platz an Spiegel. Die Lady steht dahinter und ist bemüht sich nicht versehentlich den Eyeliner ins Auge zu rammen, solange die Süße ihre ausladende Haarpracht bewundert.

Wenn die Süße sich dann ausreichend von links nach rechts und wieder zurück gedreht und die Lockenpracht ausreichend geschüttelt hat, kann die Lady vielleicht dann doch auch mal die Polposition am Spiegel ergattern und die schlimmsten Patzer bereinigen, solange die Süße unten Schuhe anziehen soll.
Wenn die Lady dann wenige Minuten später runter kommt, sind aber noch keine Schuhe ausgewählt, geschweige denn angezogen.
Nach einer kurzen Ansage, bequemt sich die Süße sich auf ein paar Schuhe festzulegen und diese dann auch im Schneckentempo anzuziehen.




Mittlerweile ist dann mindestens 07.30 Uhr.
Für einen einigermaßen staufreien Schulweg sollte man aber spätestens 07.25 Uhr los.


Die Süße ist dann meist mit Ach und Krach kurz nach 08.00 Uhr in der Schule.
Der Unterricht startet um 08.15 h. Dann hat sie gerade noch genug Zeit die Jacke aus- und die Hausschuhe anzuziehen.


Die Lady schafft es demnach frühestens gegen 08.15 in der Arbeit zu sein.


Da gibt es dann aber erst mal einen Kaffee, Frühstück und 5 Minuten zum durchatmen....


Puh, ich sags euch.
Das schafft mich manchmal!


Aber das ist selbst verursachtes Leid, da sollte man nicht meckern.





Dienstag, 26. April 2016

26.April 1992

Es gibt so Sachen die vergisst man nie.
Ich weiß noch genau, was ich heute vor 24 Jahren gemacht habe.
Also am 26.April 1992
Ja, also vor mittlerweile fast einem viertel Jahrundert!


Ich war im Stubaital zum Ski fahren.
Wir waren auf dem Gletscher, weil am Schlick zu wenig Schnee lag.

Es war ein Sonntag und wir hatten herrlichstes Wetter.


Nicht so ein
Dreckswetter wie heute.

Ich war mit ein paar Freunden die mehr oder weniger gut Ski fuhren.
Wir waren schon früh auf der Piste.
Es war um die Mittagszeit.
Ich hatte Hunger wie ein Wolf.
Also sagte ich zu den Jungs:
„Wer zuletzt an der Hütte ist, zahlt das Essen.“
Die Herren waren einverstanden und los ging es.
Mein Discman (ja, das war damals „State of the Art“) spielte dies hier.
Entsprechend war mein Schwung.
Der Schnee war (noch) leicht pulvrig, die Sonne schien. Die Bedingungen und die Laune waren also bestens.
Ich drehte meinen Kopf über die Schulte um den beiden Herren die ich gerade überholt hatte einen kecken Spruch zuzurufen….
Aber Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall.

Ich geriet auf eine Schneewehe unter der blankes Eis war.
Es kam wie es kommen musste:
Mein Ski rutschte weg,
ich stürzte,
die Bindung tat was sie sollte und löste aus
der Ski flog aber nicht von mir weg, sonder mit voller Wucht, mit der scharfen Kante in mein Gesicht, genau auf meine Nase.
Die Nase knackte,
die Sonnenbrille flog in hohem Bogen weg
Ich lag im Schnee und dachte:
„Shit! Wenn ich jetzt bluten, ist die Nase ab.“
Ich lag im Schnee, öffnete die Augen und sah rot…
Der ganze Schnee um mich herum war mit Blut getränkt.
Ich schaute auf.
Meine Herren hatten mich eingeholt und sich um mich versammelt.
Einer hatte bereits meine Ski eingeammelt.
Als ich meine Hände vom Gesicht nahm, fiel einer meiner Freunde fast in Ohnmacht.
Mir wurde schlagartig klar:
"Du hast schon mal besser ausgesehen."


Ich weiß nicht wie lange ich da lag, bestimmt nicht lange, aber gefühlt waren es Stunden bis die Bergrettung kam.
Immer wieder hielten Leute an und gafften.

(Seither weiß ich wie unangenehm es ist,
wenn man verletzt ist und begafft wird.)

Dann kam die Pistenkatze mit dem Arzt oder Sanitäter oder was auch immer das war.
Ich wurde in die Raupe verladen und erstversorgt.
(Schneeraupe zu fahren macht ja eigentlich
riesen Spaß, nicht aber mit
einer blutenden Nase).

Die Schmerzen hielten sich in Grenzen. Das war wohl der Schock oder die Schmerzmittel oder beides in Summe...

Ich wurde nach Insbruck ins Krankenhaus gebracht.


Vor dem Röntgenraum, war eine ewige Warteschlange.
Klar!
Sonntag!
Schönstes Wetter und wahrscheinlich einer der letzten Skitage der Saison.


Neben mir lag ein junger Mann.
Er schaute mich an und fragte:
„Wurdest du geschlachtet? Du siehst ja furchtbar aus!"
"Na super," dachte ich, "ich habe auch schon mal nettere Komplimente bekommen."

Ich hatte mich immer noch nicht gesehen, da ich keinen Spiegel zur Hand hatte.
Der junge Mann erzählte mir, er sei mit dem Gleitschirm abgestürzt, es täte ihm aber nichts weh.
Wir plauderten noch ein bissche, er war echt nett.

Irgendwann kam ich dann aber dran und wurde geröntgt.


Es war keine Überraschung: Die Nase war ab.
Sie musste sofort operiert werden.


Auf dem Weg zum OP musste ich dringend auf Toilette.
Der Krankenpfleger meinte: „Moment, ich hänge erst den Spiegel ab, so kannst du dich nicht anschauen.“
Na super, sowas macht echt Mut.
Meine Neugier siegte über die Angst und ich spickelte in den Spiegel nur um es in der selben Sekunde zu bereuen.
Ich sah furchtbar aus.
Die Nasenspitze hing irgendwo auf der rechten Wange
Die Augen waren zu Schlitzen zugeschwollen und die Lippe aufgeplatzt.
Kein schöner Anblick!
Glück des Geschicks hatte an diesem Tag eine plastische Chirurgin Dienst und die machte einen echt guten Job.
Man sieht es heute fast nicht mehr.
Nur wenn man es weiß und genau hin schaut sieht man die kleine Narbe.

Vor dem OP-Saal gab es natürlich auch wieder Stau und ich traf meinen Bettnachbarn vom Röntgenraum wieder.
Er war völlig aufgelöst. Er hatte seine Wirbelsäule gebrochen und man konnten icht sagen, ob er jemals wieder laufen kann.
Ich habe es nie erfahren, was aus ihm wurde. Ich habe ihn nicht wieder gesehen, aber ich denke oft an ihn.
Meine Nase wurde operiert und verließ das Krankenhaus noch am selben Tag, weil ich nicht alleine in Österreich bleiben wollte.
Ich musste allerdings versprechen eine oder zwei Wochen später nochmals zu kommen um die Fäden zu ziehen und die Heilung zu begutachten, was aber kein Problem war, weil wir eh nochmals fahren wollten.
Außerdem waren die Herren so begeistert von der Chirurgin, dass sie mich gerne brachten ;-)


Leider hatte die besagte Dame an dem Tag, an dem ich begutachtet wurde frei, was ein wenig Frust bei einem der Herren verursachte... ;-)

Tja und dieses Wochenende werde ich meine damaligen Reisebegleiter wieder treffen.


Ich freue mich schon drauf.